Uraufführung Bruder-Konrad-Kantate

Altötting – Am Sonntag, den 22. April, um 18 Uhr findet in der Bruder-Konrad- Kirche in Altötting ein geistliches Konzert anlässlich des 200. Geburtstages des Heiligen Bruder Konrads, des dritten Patrons des Bistums Passau statt.

 Zu hören sind „Die Seligpreisungen“ , op.116 von Arnold Mendelssohn (1855– 1933) und Arvo Pärts (*1935), „The Beatitudes“ sowie als Uraufführung die „Bruder-Konrad-Kantate“, ein eigens für diesen Anlass komponiertes 20-minütiges Werk für gemischten Chor, Sopransolo, Orgel, fünf Bläser und Schlagwerk. Das Werk ist zudem abgestimmt auf die kirchenmusikalische Praxis im Bistum Passau und soll nach der Uraufführung auch interessierten Chören zur Verfügung gestellt werden. Die Gemeinde ist bei diesem Werk durch das Lied der Bistumspatrone aus dem Gotteslob (Passauer Eigenteil) Nr. 902 auch musikalisch einbezogen.

Vertonung durch bekannten Komponisten

Die Texte für dieses Werk stammen u.a. von Domvikar Msgr. Dr. Bernhard Kirchgessner und Bischof Dr. Stefan Oster SDB. Vertont hat sie der Eifeler Komponist Alwin Michael Schronen (*1965).

Er hat zahlreiche Kompositionspreise gewonnen und ist einer der gefragtesten deutschen Komponisten für klassische Chormusik. Er schreibt  aktuell u. a. Werke für das Europa-Cantat- Festival in Tallin (Estland), den Deutschen Chorwettbewerb 2018 und eine Messe für den Chor St. Johann aus Höchst in Vorarlberg. Seine Werke werden auf der ganzen Welt gesungen.

Es musizieren Elisabeth Jehle (Sopran), Cornelia Klüter (Alt), Joachim Roth (Tenor), Mitglieder des Altöttinger Kapellchors, der Diözesankammerchor und das Diözesanblechbläser-Ensemble. Die Leitung liegt in den Händen von KMD Marius Schwemmer. Pfarrer Michael Witti wird sich in drei Texteinheiten dem Bistumspatron Bruder Konrad nähern und Aspekte fürs Heute anklingen lassen. Der Einritt ist frei.

Die Mücke

Es standen einst zwei Bäume dicht beisammen an der Brücke,
und bildeten durch ihren Stand ’ne ziemlich schmale Lücke.
In dieser saß zum Schutz vor Fraß, verfolgt vom Pech, ohn‘ Glücke,
versteckend sich, fast ungesehn, die ängstlich‘, kleine Mücke.

Denn weil es in der Lücke zog, da musste sie kurz niesen,
und dies Geräusch zum Spatze drang, dem Hungrigen, dem Fiesen,
der war so arm, ganz ohne Geld, ein Leben lang in Miesen,
das günst’ge Mahl, im Schnabel sein, ließ Saft zusammen fließen.

So kam der Spatz zur Lücke hin, mit seiner alten Brille,
mit der noch besser er sie sah, da wurde es ganz stille,
verschlang die arme Mücke kurz, mit Hülle um die Fülle,
zuvor er noch mit Anstand frug, was ist Dein letzter Wille?

Und auf die Frage sprach sie noch, ich möcht‘ berühmt mal werden,
in aller Munde möcht ich sein, so wie es ist bei Pferden.

Dann fuhr sie hin zum Schnabel sein, hat dort ihr Ziel gefunden,
denn so war sie dann schon einmal beim Spatz in aller Munden.

Und weil der Spatz im Lied sie frisst,
in aller Munden sie nun ist.

Und fragt Ihr Euch im ganzen Land,
wieso der Spatz die Mücke fand?
Es war, damit dies Lied entstand!

Dark Night – Luminous Night

Sommernächtliches von Whitacre, Lauridsen, Gjeilo,
Schronen „Die Welt, die monden ist“ (Uraufführung)

Anglistenchor Heidelberg
Exarchos Ensemble
Klavier: Clara Hahn
Musikalische Leitung: Jan Wilke

Das Reh am Tor

Es stand ein Reh in einem Tor, das frug die Leut‘ tagaus, tagein:
„Wie komm‘ ich in die Stadt hinein?“
Den Leuten kam das seltsam vor, drum sagten diese alle Tage:
„Ist das ’ne reh-tor-isch(e) Frage?“